Zieringwer

Kurzbeschreibung Zieringwer

Es handelt sich um Stauden, die nach der Ruhezeit aus dem bodennahen Rhizom austreiben. Je älter die Pflanze, umso mehr Triebe werden ausgebildet. Die Zieringwertriebe sind unverzweigt und krautig, d.h. sie verholzen nicht. Sie können dabei recht kräftig werden und je nach Art sogar im großen Kübel bis über 2m hoch werden. Dabei verleihen ihnen die Bananenblatt ähnlichen Blätter ein ungemein tropisches und exotisches Aussehen. Ab Spätsommer bzw. Herbst werden an den Triebenden des Zieringwers die Blüten gebildet. Die Blüten sind oft sehr auffallend: In Färbung, Form oder sogar Duft.

Die Heimat der Zieringwer

Die Zieringwer der Gattung Hedychium haben zumeist in Asien ihre Heimat: Indien, Nepal, am Fuße des Himalaya.

Winterhärte von Zieringwer

Die Winterhärte von Zieringwer ist von Art zu Art unterschiedlich. Allerdings ist kein Zieringwer richtig winterhart. In milden Lagen kann der Versuch gestartet werden, Zieringwer auszupflanzen. Im Winter sollte dann ein Nässeschutz vorgesehen werden, sowie ausgiebiges Mulchen, um das Rhizom vor Kälte zu schützen. Mit etwas Glück erscheinen im späten Frühjahr dann wieder die ersten Triebe. Allerdings ist so ein Experiment wirklich nur etwas für Wagemutige. Zieringwer sind bei uns entweder im Topf bzw. Kübel gut aufgehoben, oder ausgepflanzt im Gewächshaus bzw. Wintergarten.

Zieringwer im Winter

Im Winter ziehen die Zieringwer ein. Die Triebe der meisten Arten haben dabei eine Art Sollbruchstelle, an der die Triebe leicht abbrechen. Da beim Einziehen die ganze Kraft und Energie des Zieringwers aus den Trieben in das Überdauerungsorgan Rhizom 'gezogen' wird, sollten diese möglichst nicht abgeschnitten werden. Statt dessen sollte der Pflanze Gelegenheit gegeben werden, selbst zu entscheiden, wann ein Trieb zu entsorgen ist. Entwerder bricht es von selbst ab, oder man kann den Trieb einwenig hin und her bewegen und sehen, ob er abgeht.

Im Winter sollten Zieringwer trockener gehalten werden, damit das Rhizom keinen Schaden nimmt bzw. zu faulen anfängt. Ohne Triebe und Blätter kann der Zieringwer problemlos dunkel überwintert werden. Sobald die Spitzen der ersten Triebe sichtbar sind, ist ein hellerer Standort vorzusehen und langsam kann etwas mehr gegossen werden. Auch ist dies wieder der Beginn für die Düngergaben.

Zieringwer im Sommer

Sobald sich nach der Winterruhe die ersten Triebspitzen zeigen, stellt man die Zieringwer wieder heller und gibt langsam wieder mehr Wasser. Hat man bereits ein richtig helles Plätzchen, kann man auch mit dem Düngen anfangen. Zieringwer sind Starkzährer. Größzügige Düngergaben werden daher mit üppigem Wachstum belohnt, insbesondere wenn der Standort warm und hell ist.

Je nach Art zeigt sich bereits ab dem Hochsommer der Blütenfloor. An den Triebenden erscheinen dann meist auffallende Blüten in ungewöhnlicher Form, Farbe und teilweise mit starkem Duft.

Hedychium coccineum Hedychium coccineum 'Tara' ist ein imposanter Zieringwer: Groß und kräftig, mit grünen Blättern. Ab Spätsommer erscheinen die orange-roten Schmetterlingsblüten, die lebhaft wie Flammen leuchten.

Hedychium coronariumHedychium coronarium ist ein eher wärmeliebender Zieringwer mit reinweißen und starkduftenden Blüten. Ein tropischer Cocktail kann kaum leckerer duften.

Hedychium greeniiHedychium greenii ist ein imposanter Zieringwer: Groß und kräftig, mit dunkelgrünen Blättern, die an der Unterseite sowie am Stamm des Triebes rötlich braun gefärbt sind. Ab Spätsommer erscheinen die stark leuchtend roten Schmetterlingsblüten.

Hedychium spicatumHedychium spicatum ist ein eher zierlicher Zieringwer. Wenn man sich die Blüten anschaut, versteht man, wie manche Arten zum Namen Schmetterlingsingwer gekommen sind.

Hedychium 'Pink V' hat cremefarbene Blüten mit einem Zentrum in pink und verströmt einen leichten zitronenartigen Duft.

Hedychium coccineum gehört mit in die Riege der kälteverträglicheren Zieringwer mit leuchtend rotorangenen Blüten.

Hedychium flavescens ist ein kräftiger Zieringwer mit pastellgelben Blüten und starkem Duft.

Hedychium gracillis ist ein wunderschöner Zieringwer mit cremefarbenen Blüten und langen, orange-rosa-farbenen Staubfäden.

Hedychium thyrsiforme besticht mit ungewöhnlicher Blütenform und reinweissen Blüten.

Tip des Monats

Die meisten Pflanzen, haben bereits mit deutlichem Wachstum gezeigt, daß die wärmere Jahreszeit da ist. Regelmäßiges Düngen ist jetzt für einen ordentlichen und gesunden Zuwachs notwendig.

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