Anacardium occidentale

Cashew, Kaschu, Cashew-Baum, Kaschubaum


Steckbrief von Anacardium occidentale:

Familie: Anacardiaceae/Sumachgewächse

Höhe: 2 - 3m
Mindesttemperatur: 5° C
Herkunft: Nordöstliches Südamerika

Anacardium occidentaleAnacardium occidentale ist ein kleiner langsam wachsender, immergrüner Baum, der im Winter durchaus einen Großteil seines Laubes verlieren kann.

Aus den hübschen und duftenden, gelblich- und rosafarbenen Blüten, die im Frühsommer erscheinen, entwickeln sich die bekannten Cashew-Nüsse in den Anbauländern nach etwa 3 Monaten. Bei Reife fallen die Früchte von selbst ab.

Neben den bekannten Cashew-Nüssen liefert Anacardium occidentale die Cashew-Äpfel, die auch Westindische Elefantenläuse genannt werden. Es handelt sich hierbei um den etwa 10cm langen angeschwollenen Fruchtstiel, der aufgrund der leichten Verderblichkeit nur in den Anbaugebieten eine lokale Bedeutung hat und frisch konsumiert oder zu Säften und alkoholhaltigen Getränken verarbeitet wird. Die Cashew-Äpfel sind recht süß, sehr saftig und haben einen leicht adstringierenden Geschmack mit einem hohen Vitamin C - Gehalt.

Eine einzelne Pflanze reicht für Fruchtansatz aus, wenn auch bei ‚Insektenmangel’ mit einem Pinsel nachgeholfen werden muss.

Anacardium occidentale hat ein schwach ausgebildetes Wurzelsystem und reagiert empfindlich auf hohe Salzkonzentrationen. Daher sollte mit sehr niedriger Konzentration gedüngt werden oder besser noch organisch. Anacardium occidentale ist dankbar für eine gleichmäßige Feuchtigkeit des Substrates. Auch im Winter sollte das Substrat nie vollkommen austrocknen. Auf keinen Fall sollte das Substrat vernässen. Die Bodenreaktion sollte im Bereich sauer bis leicht alkalisch sein. Mageres und gut drainiertes Substrat ist zu bevorzugen. Reagiert empfindlich auf großen Hitzestau.

Schnittmaßnahmen benötigt Anacardium occidentale kaum. Falls überhaupt notwendig, führt man diese zum Ende der Winterruhe durch.

Das Schalenöl (besser Schalenflüssigkeit) der Nüsse und dessen Dämpfe sind hoch ätzend und ist in der Industrie ein begehrter Stoff. Hautkontakt und das Einatmen sind unbedingt zu vermeiden, da schwere Verätzungen auftreten. In den Anbauländern wird die Nuss in der Schale vor dem öffnen geröstet bzw. gedämpft um die Aggressivität des Schalenöls etwas zu vermindern. Dies ist auch der Grund, warum die Cashew-Nüsse roh nicht zum Verzehr geeignet sind.

 

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Trotz der Vorbereitungen zum Weihnachtsfest und dem Jahreswechsel sollten unsere Pflanzenschätze nicht ganz vernachlässigt werden.

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31. März 2016